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11.10.2019 | Stefanie Starke | München/Passau. | Gerhard Waschler MdL

„Medizincampus Oberfranken wäre gangbarer Weg für Niederbayern“

CSU-Abgeordnete berichten Staatsministern von Ihren Gesprächen mit anderen Universitätskliniken – Ministerpräsident Söder kündigt Projektgruppe der Staatsregierung an

Im Rahmen der heutigen (10.10.19) Regierungserklärung von Ministerpräsident Markus Söder hat dieser angekündigt, dass sich eine Projektgruppe mit der Einrichtung eines Medizincampus befassen werde! Dies hat zu großer Freude bei den Abgeordneten Walter Taubeneder und Prof. Dr. Gerhard Waschler geführt:

Foto (Stefanie Starke): (v.l.) MdL Walter Taubeneder, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Wissenschaftsminister Bernd Sibler und MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler.
„Diese Aussage des Ministerpräsidenten krönt unsere bisherigen Bemühungen einen gangbaren Weg für eine derartige Einrichtung für Niederbayern zu finden.“
Seit Anbeginn der Diskussionen um die Errichtung eines Medizincampus Niederbayern sehen es die CSU-Stimmkreisabgeordneten als ihre Aufgabe, ihren Beitrag zur Entwicklung für eine Konzeption in Richtung Medizincampus Niederbayern zu leisten – „Dieses Ansinnen nehmen wir sehr ernst“, schildern die CSU-Abgeordneten Walter Taubeneder und Prof. Dr. Gerhard Waschler auch im Gespräch mit den Staatsministern Melanie Huml (Gesundheit und Pflege) und Bernd Sibler (Wissenschaft und Kunst) ihr Anliegen.
Es gelte realistische und gangbare Wege für einen „Medizincampus Niederbayern“ in Passau auszuloten, daher informieren sich die CSU-Abgeordneten bereits seit Monaten im Rahmen verschiedener Informationsgespräche, unter anderem mit dem Universitätsklinikum Regensburg, Bayreuth sowie der LMU München, über die unterschiedlichen Modelle und entsprechende Strickfälle für die Region. Ihre Erfahrungen möchten Taubeneder und Waschler nun in die anstehenden Entscheidungsprozesse einfließen lassen. „Wir haben zahlreiche wertvolle Erkenntnisse aus den Fachgesprächen gezogen – kurz gefasst würde sich nach unserer Einschätzung der Medizincampus Oberfranken als mögliches Vorbild für die Bemühungen in Richtung klinische Komponente als gangbarer Weg erweisen. Die Einbeziehung der medizinischen Angebote in Niederbayern bei umgehendem Ausbau des städtischen Klinikums Passau in Richtung Maximalversorger (wie in Bayreuth) stellen Eckpunkte für den klinischen Teil eines Medizincampus dar“, beschreiben die Abgeordneten ihre Erfahrungen. Auch in Sachen „Vorklinik“ haben sich die CSU-Stimmkreisabgeordneten eine Meinung gebildet und ziehen diesbezüglich einen Modellversuch für die Stadt Passau in Betracht: „Und zwar auf der Basis von der von Ministerpräsident Markus Söder angekündigten Initiative zur Stärkung der Exzellenzforschung mit 1000 Professorenstellen für ganz Bayern“, so MdL Waschler. Die Abgeordneten begrüßen die ausdrückliche Erwähnung „einer Projektgruppe, die sich mit der Einrichtung eines Medizincampus in Passau befasst“, in der Regierungserklärung des Bayerischen Ministerpräsidenten in der Plenarsitzung am 10. Oktober 2019 im Bayerischen Landtag. „Ich freue mich, dass eine bessere medizinische Versorgung der Bevölkerung angegangen werden kann. Das Modell Oberfranken könnte eine passgenaue Lösung für Niederbayern und Passau sein. Es geht nur im Verbund innerhalb Niederbayerns", betont auch Staatsminister Bernd Sibler.

Aus einem Exzellenzprogramm könne dann, unter dem Aspekt „Medizinausbildung der Zukunft!“, eine enge Kooperation und Vernetzung mit den ostbayerischen Standorten Regensburg, Deggendorf und Passau aufgebaut werden. „Am Standort Passau sehen wir im Rahmen der Kooperation vorrangig die Neuschaffung, beziehungsweise Stärkung einer „medizinischen“ Informatik, unter anderem mit Schwerpunkten in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Big Data und Datensicherheit“, so MdL Taubeneder weiter. Nach Einschätzung der Abgeordneten werde die Medizin von heute nichts mehr mit der Medizin in 15 Jahren zu tun haben – darüber müsse man sich im Klaren sein. Natürlich sei für ein solches Unterfangen die Expertise und koordinierende Unterstützung durch ausgewiesene Fachleute aus den jeweiligen Ministerien eine unabdingbare Voraussetzung.
Und auch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betont im Rahmen des Austauschs mit den Abgeordneten: „Ich begrüße es, wenn es gelingt, in Niederbayern zusätzliche Medizinstudienplätze zu schaffen. Denn wir brauchen mehr Ärztinnen und Ärzte. Dabei müssen wir natürlich auch darauf achten, dass die bereits vorhandenen und gut etablierten stationären Angebote in Niederbayern und der Oberpfalz in die Planungen eingebunden und ebenfalls weiterentwickelt werden.“