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30.09.2021 | Pocking

Freistaat unterstützt Sport- und Schützenvereine in der Corona-Pandemie

SV Pocking erhält bei Vereinspauschale größte Fördersumme im Landkreis Passau – Gewährleistung des Trainingsbetriebs in den Herbst- und Wintermonaten gefordert

Zur schnellen und unbürokratischen Unterstützung der bayerischen Sport- und Schützenvereine hat die Bayerische Staatsregierung vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie eine erneute Erhöhung der Vereinspauschale beschlossen. Allein im Landkreis Passau werden dabei 576.473,89 Euro ausgeschüttet; 46.389,85 Euro mehr als im Vorjahr. Einer derjenigen Sportvereine, die in besonderem Maße von diesen staatlichen Mitteln profitieren, ist der SV Pocking 1892 e.V. Bei der Vereinsführung vor Ort informierte sich der örtliche CSU-Landtagsabgeordnete Walter Taubeneder über die Verwendung der Gelder sowie die derzeitige Situation des Sportbetriebs vor Ort.

1. Vorstand Bernhard Simmelbauer (links) und Schatzmeisterin Ingrid Klein (Mitte) geben MdL Walter Taubeneder (rechts) einen Einblick in die aktuelle Lage des SV Pocking 1892 e.V.

Fast 100.000 Mitglieder hat der organisierte Sport im pandemie-geprägten Jahr 2020 bayernweit verloren, wie MdL Walter Taubeneder mit Verweis auf eine Veröffentlichung des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) zu berichten weiß. Der SV Pocking 1892 e.V. stellt hierbei jedoch eine erfreuliche Ausnahme dar und konnte seine Mitgliederbasis in Zeiten der Pandemie bisweilen halten, informiert Vorstand Bernhard Simmelbauer. Zuversichtlich stimme ihn hierbei allen voran, dass sich unter den rund 1.800 Vereinsmitgliedern insbesondere viele junge Sportlerinnen und Sportler finden. – Ein Umstand, der sich in positiver Art und Weise auf die Vereinspauschale auswirkt. Diese fällt den Richtlinien des Freistaats entsprechend umso höher aus, je mehr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (bis 26 Jahre) sich unter den Vereinsmitgliedern befinden und je höher die Anzahl der gültigen Übungsleiterlizenzen ist, die der Verein für seinen Sportbetrieb einsetzt, wie MdL Walter Taubeneder erläutert.

Auch im Bereich der gültigen Übungsleiterlizenzen sieht sich der SV Pocking 1892 e.V. weiter gut aufgestellt. Bereits zum Stichtag für die Vereinspauschale im nun ausbezahlten Förderjahr belief sich die Zahl der lizensierten Übungsleiter des Vereins auf 57. In der Zwischenzeit konnten nochmals neun weitere Lizenzen erworben werben, berichtet Schatzmeisterin Ingrid Klein. Für den Verein ist es nach Auffassung der gesamten Vorstandschaft von zentraler Bedeutung, insbesondere im Bereich des Kinder- und Jugendsports mit lizensierten Übungsleitern arbeiten zu können. „Mit der Befähigung und Qualifikation der Übungsleiter steht und fällt die Attraktivität des Vereins und seiner Sparten für die Sportlerinnen und Sportler“, ist Ingrid Klein überzeugt.

Die corona-bedingte Verdopplung der Vereinspauschale betrachten die Verantwortlichen des SV Pocking 1892 e.V. als wichtige und sinnvolle Maßnahme zur Stärkung der Vereine sowie des Breitensports. Insbesondere da durch das Entfallen von Festen und Veranstaltungen, aber auch von Einnahmen aus dem Wettbewerbsbetrieb, zentrale Finanzierungsquellen weggebrochen waren, sind die erhöhten Fördermittel des Freistaats wohltuend, um die laufenden Kosten und Verbindlichkeiten auch in der pandemie-geprägten Zeit decken und bedienen zu können, wie Schatzmeisterin Ingrid Klein ausführt. Und auch MdL Walter Taubeneder ist überzeugt, dass das Geld des Freistaats im Bereich des Vereins- und Breitensports bestens angelegt ist: „Der Erhalt unserer Vereinsstrukturen ist von höchster gesellschaftlicher Bedeutung!“

Mit Blick auf den Herbst und Winter hofft man beim SV Pocking 1892 e.V. nun auf einen möglichst normalen Hallenbetrieb. Während bei den Sportarten im Freien zuletzt zu einem weitestgehend regulären Trainings- und Wettkampfbetrieb zurückgekehrt werden konnte, habe man beim Sport in Innenräumen den vor-pandemischen Zustand bisweilen noch nicht wieder erreicht, gibt Vorstand Bernhard Simmelbauer zu bedenken. Insbesondere eine Verminderung der Gruppengrößen sorge im Trainingsbetrieb für neue Problemstellungen und Engpässe bei der Belegung von Hallen und anderen Sportstätten sowie der Verfügbarkeit von Übungsleitern. Die Rückkehr zum Normalbetrieb in der Hallensaison genießt auch bei MdL Walter Taubeneder hohe Priorität. „Wir müssen von politischer Seite dafür Sorge tragen, dass die Sportlerinnen und Sportler aller Sparten ihrem Sport nachgehen können und der Trainingsbetrieb auch in den Herbst- und Wintermonaten gewährleistet ist“, so der örtliche Abgeordnete.