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22.01.2020 | Stefanie Starke | München/Passau

„Mittel sind hier bestens angelegt“

CSU-Abgeordnete besuchen Frauenhaus Passau

Was kommt vor Ort tatsächlich an? Den CSU-Abgeordneten Walter Taubeneder und Prof. Dr. Gerhard Waschler war es gemeinsam mit dem stellvertretenden Landrat Raimund Kneidinger ein wichtiges Anliegen herauszufinden, was von den Entscheidungen in München tatsächlich in der Region ankommt.

Besuch im Frauenhaus Passau
Bereits im Juni 2018 hatte das Bayerische Staatsministerium für Familien, Arbeit und Soziales den Drei-Stufen-Plan zum Gewaltschutz und der Gewaltprävention vorgestellt, wovon auch die Frauenhäuser in Bayern maßgeblich profieren sollen. Speziell geht es um die Weiterentwicklung der „Maßnahmen zur Bekämpfung häuslicher und sexualisierter Gewalt gegen Frauen“ – hierzu wurden in Stufe 2 unter anderem für den Doppelhaushalt 2019/2020 insgesamt 16 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit den Geldern sollen beispielsweise neue Frauenhausplätze, aber auch die Qualität in der Versorgung gewaltbetroffener Frauen verbessert werden. „Wir wissen, dass wir besser gestellt werden und es freut uns, dass wir auf dem politischen Schirm sind“, dankt Hildegard Stolper, erste Vorsitzende des Frauenhauses Passau, für das Interesse der Abgeordneten bei einem Besuch im Frauenhaus Passau. „Die Gelder, die bewilligt sind, sollen natürlich auch ankommen“, will MdL Waschler nochmals betonen. Die vom Bayerischen Landtag beschlossenen Fördergelder umfassen unter anderem die Aufstockung des Fachkräfteanteils, der sich der Beratung und Betreuung von gewaltbetroffenen Frauen annimmt.
Das Frauenhaus-Team, bestehend aus zwei Sozialpädagoginnen, drei Erzieherinnen, einer Hauswirtschaftskraft und natürlich den rund 30 ehrenamtlichen Helfern, kümmert sich um hilfesuchende Frauen und deren Kinder. „Wir haben hier Platz für neun Frauen und bis zu 20 Kinder – hinzu kommen zwei Notplätze“, erklärt Stolper. Die Räumlichkeiten wurden zuletzt von fünf auf neun Plätze erweitert. „Der Bedarf ist nach wie vor sehr groß. Wir mussten im vergangenen Jahr 92 Frauen ablehnen, weil wir fast immer ausgebucht sind“, so Stolper weiter. Seit 26 Jahren gibt es das Frauenhaus Passau nun schon – zuletzt eben in den neuen Räumlichkeiten seit dem Jahr 2017. Frauen finden hier sieben Tage die Woche rund um die Uhr Hilfe. „Ihre Tätigkeit ist in unserer Gesellschaft ein unabdingbares Engagement, dafür möchte ich unseren Dank übermitteln“, so MdL Taubeneder abschließend.

Foto (Stefanie Starke): (v.l.) Anja Mühlberger, Selina Wagner, MdL Walter Taubeneder, Hildegard Stolper, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, stellv. Landrat Raimund Kneidinger, Katja Grabitzky und Christl Eichinger.