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10.12.2014 | Stefanie Starke | Ortenburg

Schüler löchern Landtagsabgeordneten mit ihren Fragen

MdL Taubeneder zu Besuch in der Realschule Ortenburg

Wie sieht der Alltag eines Abgeordneten im Bayerischen Landtag aus und wie bewältigen Politiker eigentlich den Spagat zwischen der Stimmkreisarbeit in der Region und der Arbeit in München?

MdL Walter Taubeneder zu Besuch an der evangelischen Realschule in Ortenburg.
Die 25 Schülerinnen und Schüler der 10 a der Evangelischen Realschule in Ortenburg haben jede Minute der 1. Unterrichtsstunde genutzt, um den Abgeordneten Walter Taubeneder mit ihren Fragen zu löchern. Nachdem der Politiker Einblicke in seine tägliche Arbeit geben konnte, ging`s thematisch schnell ins Eingemachte: „Was halten Sie grundsätzlich vom Freihandelsabkommen mit den USA?“, „Warum gibt es eigentlich nicht mehr regionale Produkte in unseren Supermärkten?“ und „Wie kann uns Schülern ein wenig der Druck genommen werden?“ waren nur einige Fragen, denen MdL Taubeneder Rede und Antwort stehen durfte. Der Abgeordnete, der früher selbst als Lehrer arbeitete und anschließend in die Politik wechselte, war von der Neugierde der jungen Menschen begeistert: „Toll, wie interessiert und motiviert die Schüler sind. Es war mir eine Freude mit euch zu diskutieren.“ Für Taubeneder liegen die schulische und politische Arbeit in vieler Hinsicht nah zusammen: „In beiden Bereichen geht es darum sich den Sorgen und Nöten seinem Gegenüber anzunehmen – darin sehe ich meine grundlegende Arbeit.“ Nach dem spannenden Austausch mit den Schülern bot sich für das Direktorat noch Gelegenheit einige Anliegen zur Sprache zu bringen. „Uns liegen schulische Programm im Rahmen Europas sehr am Herzen – dennoch ist der zusätzliche Aufwand und die Belastung für unsere Schüler vor allem gegenüber den Eltern schwer zu rechtfertigen“, so Schulleiterin Heide Hesse, die sich in diesem Zusammenhang eine größere Unterstützung seitens der Politik wünscht. Auch der stetig steigende Leistungsdruck für Schüler und damit auch für die Familien wurde diskutiert: „Neben den Schüler fühlen sich auch die Eltern bereits im Grundschulalter ihrer Kinder unter Druck gesetzt – der Übertritt ins Gymnasium wird als Maß aller Dinge angesehen und den Kindern damit oft kein Gefallen getan“, ergänzt der stellvertretende Schulleiter Manfred Achter. Auch MdL Walter Taubeneder hält es für enorm wichtig, die Eltern stärker zu sensibilisieren: „Uns ist das mehrgliedrige Schulsystem wichtig. Man darf die Kinder nicht überfordern.“ Nie zuvor war eine derartige Vielfältigkeit in der Ausbildung gegeben – das Facettenreichtum und die Chancen sollten auch genutzt werden – „es muss nicht jeder Schüler später studieren.“