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10.10.2017 | Hubert Girschitzka | Rotthalmünster

IT- Prävention beschäftigt Politik und Mittelstand

CSU-Abgeordnete nehmen Datensicherheit in den Fokus

Die CSU-Landtagsabgeordneten Dr. Gerhard Waschler und Walter Taubeneder haben sich auf Einladung der Mittelstandsunion im Bezirk Niederbayern bei dem IT-Unternehmen Bits & Bytes in Rotthalmünster zu einem Fachgespräch über IT-Sicherheit im Landkreis Passau ausgetauscht.

(v.l.) Dipl. Ing. Franz Lew, MdL Dr. Gerhard Waschler, Dipl. Ing. Stefan Lew, MdL Walter Taubeneder, Michael Hasenberger und Hubert Girschitzka.

„In Zeiten in denen die Sicherheit von Daten immer mehr in den Fokus rückt, wird auch die Politik zunehmend gefordert – immerhin hängen davon zu großen Teilen die Zukunft und das Wohl der mittelständischen Betriebe und der kommunalen Einrichtungen ab“, wissen die Abgeordneten um die Herausforderung. 

Viren, schadhafte Verschlüsselungssoftware, gefälschte E-Mails, das Darknet und vieles mehr bedrohen die Sicherheit der Daten von Firmen, Privatpersonen und Kommunen. Der Diebstahl, die Beschädigung oder sogar die Zerstörung der Daten, ist heute keine Seltenheit mehr. Das Ergebnis: Ein großer, streuender wirtschaftlicher Schaden. In der Debatte stehen Themen wie die effektive Strafverfolgung, die Sensibilisierung der Geschäftsführer und Mitarbeiter und eine gezielte Prävention. Doch wie sieht eine effektive Datensicherung aus? Dies ist in vielen Unternehmen nicht ausreichend bekannt und nicht firmenübergreifend definiert. „Eine einheitliche Regelung, eine Art TÜV, nach der die Unternehmen sich richten können, würde den Schutz erleichtern“, betont Franz Lew von Bits & Bytes gegenüber den Abgeordneten. Laut Einschätzung der Unternehmer Franz und Stefan Lew würde eine zentrale Meldestelle, an die sich betroffene Unternehmen wenden können und die diese Vorfälle erfasst, die Strafverfolgung und die Verhinderung zukünftiger Angriffe erleichtern. Das Problem: Firmen, welche betroffen sind, tragen dies nicht nach außen. Eine anonyme Meldung sollte daher möglich sein. Weiter bestünde für kleinere Firmen das Problem, dass es keinen entsprechend Zuständigen für den Datenschutz gibt. „Ein Zweckverband, in dem sich ein geschulter Mitarbeiter um die Datensicherheit von beispielsweise je fünf Firmen kümmert, könnte dieses Problem lösen. Gesetzliche Grundlagen und deren mögliche Anpassung, um sich diesen Zielen und Wünschen anzunähern, sollten überprüft werden“, so die Geschäftsführer weiter.

Im Austausch mit Vertretern der Mittelstandsunion sowie dem IT-Unternehmen möchten sich die beiden Abgeordneten weiterhin über die Anliegen und Anregungen der mittelständischen Unternehmen informieren und dabei eine einfache, verständliche sowie zeitgemäße politische Hilfe leisten.
Vorstandsmitglied der Mittelstandsunion Bayern, Dipl. Betriebswirt Hubert Girschitzka, bedankte sich zusammen mit dem stellvertretenden MU- Bezirksvorsitzenden in Niederbayern, Michael Hasenberger, bei den anwesenden Abgeordneten für das Interesse und das Zusammentreffen.