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10.06.2020 | Stefanie Starke | Passau.

„Ein wirtschaftlich sinnvoller Betrieb ist momentan nicht möglich“

MdL Taubeneder tauscht sich zu Bustouristik mit regionalem Busunternehmen Eichberger aus

„Unser größtes Problem ist die Vorgabe der Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Meter. Natürlich können wir die Gäste auseinandersetzen, aber wirtschaftlich macht das keinen Sinn mehr“, erläutert Manfred Eichberger, Geschäftsführer der Eichberger Reisen GmbH & Co. KG in Passau, gegenüber MdL Walter Taubeneder, den er zu einem gemeinsamen Austausch in einen seiner Busse geladen hatte.

Foto (Eichberger Reisen): (v.l.) MdL Walter Taubeneder, Franz Steinhuber und Manfred Eichberger.
Je nach Zusammengehörigkeit der Haushalte und der entsprechenden Bestuhlung in den Reisebussen ergebe sich eine Maximalbelegung zwischen acht und 18 Personen – bei durchschnittlich etwa 50 Sitzplätzen. „Damit ist ein wirtschaftlich sinnvoller Betrieb in der Bustouristik leider komplett unmöglich. Es manifestiert sich eine Situation des kompletten Stillstands in unserer Branche“, so der Busunternehmer. Vor allem vor dem Hintergrund, dass bereits im benachbarten Österreich wieder andere, „gelockerte“ Hygieneregelungen gelten – ebenso in anderen Bundesländern – verschärfe die Wettbewerbssituation drastisch. „Kaum fahre ich über die Grenze, spielt der Mindestabstand keine Rolle mehr – allein diese Situation macht die bayerische Bustouristik derzeit völlig uninteressant für unsere Fahrgäste“, so Eichberger weiter. Grundsätzlich wolle man die Hygieneregelungen nicht verteufeln, aber einheitliche Regelungen wären durchaus wünschenswert. „Gerade wenn es um den Einstieg der Gäste geht, die Desinfektions- oder auch Lüftungskonzepte, haben wir volle Einsicht und können diese problemlos umsetzen – alles andere ist vernichtend für uns.“ Unter realen Bedingungen konnte MdL Taubeneder die Situation in den Reisebussen nachempfinden – „ganz eindeutig führen die Abstandsregelungen hier zu massiven Problemen und auch im Hinblick auf gelockerte Regelungen andernorts, muss hier nachgebessert werden“, so der Abgeordnete. MdL Taubeneder hat sich mit dem entsprechenden Anliegen inzwischen schriftlich an die Bayerische Staatsregierung gewandt.