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29.05.2020 | Stefanie Starke | Bad Füssing.

„Wir brauchen politische Unterstützung“

Hotel Wittelsbach geht nach umfangreichen Renovierungsarbeiten und coronabedingtem Lockdown wieder an den Start

Ab dem kommenden Wochenende (30.05.2020) öffnet auch das Hotel Wittelsbach in Bad Füssing wieder offiziell seine Türen. Mit seinen 67 Zimmern wurde das Haus vor gut zwei Jahren – im März 2018 – von den neuen Betreibern Daniela und Michael Lealahabumrung übernommen.

Foto (Stefanie Starke): (v.l.) Hoteldirektor Wolfgang Off, Architekt Thomas Desch, MdL Walter Taubeneder und das Betreiber-Ehepaar Daniela und Michael Lealahabumrung.
„Wir haben eine Menge Geld in umfangreiche Renovierungsarbeiten gesteckt“, zeigt das Betreiber-Ehepaar MdL Walter Taubeneder bei einem Ortstermin die neuen Räumlichkeiten.
Nach dem Motto „alter Name, neues Gewand“ präsentiert sich das Haus nun in einem ganz neuen Look. Auch Wolfgang Off, der Direktor des Kurhotels, unterstreicht: „Wir sind wirklich glücklich, dass wir nach der intensiver Umgestaltungsphase die Türen des WITTELSBACH nach dem Corona-Lockdown nun endlich öffnen können – wir scharren praktisch schon mit den Hufen.“ Mit der Toplage mitten in Bad Füssing lädt das Haus zum Entspannen und Verweilen und reiht sich damit in die Riege der Top-Hotels im Kurort ein. „Wir haben hier alles, wovon man als Gast nur träumen kann: klimatisierte Zimmer, eine hochwertige Ausstattung mit HD-Flatscreens und allem drum und dran, natürlich auch WLAN – und all unsere Zimmer besitzen einen eignen privaten Balkon“, betont auch Michael Lealahabumrung nochmals.

Der von langer Hand geplante Saisonstart im neuen Look Anfang des Jahres übertraf jegliche Erwartungen – „Wir hatten hier in der Off-Saison eine Auslastung von über 85 Prozent. Das war traumhaft“, schmunzelt das Paar noch heute – dieser Traum währt nicht lang, denn es folgte der große Lockdown. „Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und das sprichwörtlich.“ Natürlich gehe es den Betreibern wie allen anderen Hoteliers auch – sämtliche Einnahmen fielen zuletzt zu 100 Prozent aus. „Unser gesamtes Team hat bis zuletzt an einem Strang gezogen, um diese herausfordernde Corona-Zeit zu meistern. Jetzt sind die auferlegten Restriktionen für die gesamte Hotellerie und Gastronomie mehr als schwierig und ohne die weitere starke Mithilfe der Politik wird die Situation Tag für Tag angespannter.“
Es stehe außer Frage, dass man es allein dem bayerischen Ministerpräsidenten und seinen umgehend restriktiv getroffenen Maßnahmen zu verdanken habe, dass man im Freistaat Bayern eine Vorsorge und Sicherheit wie in keinem anderen Land auf der Welt genieße. „Auch die Soforthilfemaßnahmen sowie die Senkung der Mehrwertsteuer waren tatsächlich wichtige Säulen im Rahmen der ‚Ersten Hilfe‘ für die Branche“, so das Betreiber-Ehepaar weiter.
Dennoch: Der einzigartigen Bäder-Destination im Dreieck Bad Füssing, Bad Griesbach und Bad Birnbach, mit ihren über 20.000 Beschäftigten in der Tourismusbranche in der gesamten Region, drohe nun Gefahr.
MdL Walter Taubeneder hatte sich in den letzten Wochen massiv und höchst persönlich vor Ministerpräsident Markus Söder für die gesamte Branche eingesetzt. „Doch diese Hilfe kann nicht alles gewesen sein. Ohne ein Mehr an staatlicher Unterstützung droht vielen Betreibern und Mitarbeitern in unserer Branche, dass sie Haus und Hof oder ihre Arbeitsplätze verlieren“, will Lehalahabumrung nochmals betonen. Nur mit Hilfe der Politik und weiteren großen staatlichen Hilfen könne der Kurort Bad Füssing sowie das gesamte Bäderdreieck in absehbarer Zukunft wieder ein begeisterte Gastgeber sein.

Neben weiteren dringend erforderlichen Hilfen für die Betriebe sei auch der Ausbau der Infrastruktur eine wichtige Säule für einen nachhaltigen Erfolg in der Zukunft: Mit dem Projekt der Erweiterung der A94-Ost-West-Achse beweise Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, dass er felsenfest den Erfolg im Bäderdreieck mittragen will – „Und wir hoffen natürlich auf eine schnelle Fertigstellung des wichtigen A94-Abschnitts zwischen Simbach und Marktl“, so die Bitte des Betreiber-Ehepaares abschließend. Schließlich könne die Zukunft des Bäderdreiecks nur mit allen Kräften seitens der Betreiber, Mitarbeiter und der Politik gemeistert und gesichert werden.