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27.05.2020 | Stefanie Starke | Rotthalmünster.

„Ich hätte mir den Start schon anders vorgestellt“

MdL Taubeneder begrüßt neuen Bürgermeister in Rotthalmünster

„Gerne würde ich mehr machen und mit den Leuten zusammenkommen“, steigt Günter Straußberger, der neue Bürgermeister von Rotthalmünster, in das Gespräch mit MdL Walter Taubeneder ein.

Foto (Stefanie Starke): MdL Walter Taubeneder und der neue Rotthaler Bürgermeister Günter Straußberger (l.) vor der Baustelle des künftigen Gesundheitshauses, das derzeit noch nicht komplett ausgelastet ist.
Gerade heuer, in einem Jahr, in dem eigentlich unzählige Jubiläen in Rotthalmünster angestanden hätten – 30 Jahre Sammlergemeinschaft, 150 Jahre Feuerwehr, 25 Jahre Gartenbauverein, 100 Jahre KSRK Weihmörting, und und und. Das macht den neuen Bürgermeister doch etwas wehmütig. „Aber es hilft nicht. Uns allen geht es in diesen Zeiten so. Abstand lautet das Gebot der Stunde“, so Taubeneder, der sich dennoch freut, Straußberger ganz offiziell auch persönlich in seinem neuen Amt begrüßen zu dürfen. „Ein neuer Bürgermeister in einem neuen Rathaus“, lacht MdL Taubeneder. „Es ist wirklich schön geworden. Noch sind hier und da ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, aber wir fühlen uns alle sehr wohl hier“, so Günter Straußberger.
Sein Amt tritt der Bürgermeister mit einer verkleinerten Truppe an – aufgrund der Einwohnerzahl geht Rotthalmünster nunmehr mit 16 statt zuvor 20 Marktgemeinderäten in die neue Periode. „Eine gute Mischung – viele neue junge Leute und weiterhin die Erfahrenen. Ich denke wir sind für Rotthalmünster sehr gut aufgestellt“, freut sich der Bürgermeister auf die neuen Aufgaben, die jedoch auch einen Sack voll Herausforderungen mit sich bringen. „Derzeit bereitet mir das im Bau befindliche Gesundheitshaus etwas Sorgen, denn derzeit fehlen uns noch Mieter. Vieles war angedacht, aber hat sich mittlerweile leider zerschlagen. Hier haben wir noch einiges an Arbeit vor uns.“ Ein MVZ aufzubauen, sei nun einmal keine einfache Aufgabe.
Auch den ÖPNV habe Straußberger auf dem Schirm. „Das läuft nicht optimal und rund, eigentlich möchten wir die Busse aus dem Markt raushaben und zentral am Bahnhofsgelände zusammenführen.“ Ebenso die Radweganbindung an Asbach – „auch hier werden wir weiter planen.“ In diesem Zug gibt der Bürgermeister schon jetzt ein erstes Anliegen an den Abgeordneten weiter: „Eine Linksabbiegespur nach Asbach auf der Staatsstraße ist von eminenter Wichtigkeit. Da müssen Gespräche mit dem Staatlichen Bauamt geführt werden.“ Überhaupt sei auch die Ortsdurchfahrt Asbach ein Thema, sowie Bauplätze und barrierefreies Wohnen. „Eine ganze Menge Aufgaben, die es nun strategisch anzugehen gilt“, weiß Taubeneder um die Hürden die verschiedenen Maßnahmen betreffend.

Die Auswirkungen der Corona-Krise bekomme man in der Marktgemeinde Rotthalmünster nur wenig zu spüren. „Ich bin gerade dabei nach und nach die Firmen im Ort zu besuchen. Die Handwerksbetriebe haben Arbeit, noch merken wir wenig“, gibt sich der Bürgermeister zuversichtlich, dass sich der wirtschaftliche Einbruch nicht allzu stark abzeichnen werde.
Ein Segen – nicht nur für die Marktgemeinde – sei in jedem Fall das Krankenhaus. „Davon profitiert unsere Gemeinde, aber auch die gesamte Region – die Menschen, die hier leben und arbeiten.“ Für die künftigen Entscheidungen für die Marktgemeinde wünscht der Abgeordnete dem neuen Bürgermeister abschließend ein gutes Händchen und signalisiert nochmals seine Unterstützung bei sämtlichen Anliegen zu.