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26.05.2020 | Stefanie Starke | Haarbach.

Antrittsbesuch in Zeiten von Corona

MdL Taubeneder begrüßt neuen Bürgermeister in Haarbach

Es ist ein Generationenwechsel in Haarbach. Ein halbes Leben hat sich Bürgermeister a. D. Fritz Pflugbeil in der Kommunalpolitik engagiert – zur Kommunalwahl 2020 war er nicht mehr angetreten. Sein Nachfolger: Franz Gerleigner.

Foto (Stefanie Starke): MdL Walter Taubeneder (l.) besucht das erste Mal den neuen Bürgermeister der Gemeinde Haarbach, Franz Gerleigner.
Der 48-Jährige führt seit 1. Mai die Geschicke in der 2600-Seelen-Gemeinde und nun hat MdL Walter Taubeneder offiziell einen ersten Amtsantrittsbesuch gemacht – in Zeiten von Corona natürlich mit genügend Abstand!

Gerade zurück von einem Baustellenbesuch nimmt Gerleigner den CSU-Stimmkreisabgeordneten schon morgens strahlend in Empfang: „Es macht wirklich große Freude. Ich habe mich bereits eingelebt und genieße die hervorragende Zusammenarbeit mit allen – übrigens auch mit dem Altbürgermeister. Wir haben eine wahrlich familiäre Atmosphäre in der Gemeinde.“ Gerleigner war zuvor dritter Bürgermeister von Haarbach, also kein Neuling auf dem Feld der Kommunalpolitik – dennoch bedarf es einer gewissen Einarbeitungszeit. „Wegen Corona ist die natürlich etwas anders verlaufen als gewünscht, aber ich bekomme wirklich viel Unterstützung“, so Gerleigner.
Trotzt der derzeitigen Krise stehe die Gemeinde Haarbach finanziell gut da. „Aus Gemeindesicht machen wir uns keine großen Sorgen, auch wenn die Auswirkungen letztlich noch nicht ganz absehbar sind so sind die kommunalen Finanzen stabil – die letzten Jahre waren goldene Jahre“, so Gerleigner. Vielmehr würden zahlreiche persönliche Existenzen abhängig vom Ausgang der Krise sein. „Viele Haarbacher sind Arbeitnehmer im Bereich des Bäderdreiecks und im Tourismus – und hier bereitet uns die Entwicklung natürlich Kopfzerbrechen.“
Auch wenn derzeit die Abläufe etwas andere seien, die Gemeinde arbeite auf Hochtouren an den aktuellen Projekten, wie beispielsweise die Sanierung der Kläranlage. „Das Team bringt sich hier mit viel Fachwissen ein – wir haben gute Leute, wie in einem kleinen Familienbetrieb“, will der neue Bürgermeister betonen. Heuer nehme man sich die Zeit für entsprechende Planungen, immerhin stehe die gesamte Ertüchtigung der Anlage samt neuer digitaler Technik auf dem Plan. „Wir bringen alles auf einen Stand. Außerdem wird ein Becken komplett neu gebaut, auch um in Zukunft flexibel auf die Entwicklung der Einwohnerzahlen reagieren zu können.“ Derzeit sei man daran, immer wieder, wenn auch vereinzelt, in allen Ortsteilen entsprechend Bauplätze auszuweisen – die Menschen ziehe es weiter aufs Land. So gebe es derzeit auch keine Probleme mit dem Erhalt der Grundschule. „Klar, als kleine Gemeinde sind wir knapp dran, aber eine Klasse bekommen wir immer zusammen“, so der Bürgermeister, der in diesem Zusammenhang auf die Sanierung der Turnhalle einging, die auch für heuer auf dem Plan stehe.
Der Kindergarten, zentral in Haarbach gelegen, falle ab Herbst in die kommunale Verwaltung. „Die Aufgaben und Anforderungen an eine Gemeinde werden nicht weniger, aber wir sind gut aufgestellt“, schmunzelt Gerleigner. 

So ist beispielsweise das Straßennetz, das die Gemeindeortsteile verbindet, in einem top Zustand. Und auch der Dorfplatz in Uttlau sei mittlerweile fertig, allerdings konnte die Einweihung aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht stattfinden – „das wollen wir mit einem großen Dorfplatzfest nachholen, sobald das wieder geht“, so der Bürgermeister. In Wolfakirchen läuft seit mittlerweile 15 Jahren die Dorferneuerung – aktuell mit den Ausschreibungen für den zweiten, größeren Bauabschnitt, der sich in zwei Maßnahmen gliedert: „Nämlich den Abbruch und das Zurückversetzens eines Gebäudes in Kemauthen zur verkehrsrechtlichen Entschärfung einer Engstelle in einer Kurve – dadurch entsteht Platz für einen durchgehenden Gehsteig bis nach Wolfakirchen. Außerdem die Gestaltung des Dorfplatzes in Wolfakirchen als Mitte für die Dorfgemeinschaft“, erklärt der Bürgermeister. Nach umfangreichen Planungen durch die Teilnehmergemeinschaft Wolfakirchen und das Amt für Ländliche Entwicklung könne nun endlich weitergebaut werden.

Neu gemacht gehöre auch das Vereinsheim in Bergham, das die Schützen, das BRK und die Feuerwehr beherberge. „Hier warten wir noch auf die Genehmigung entsprechender Fördermittel.“ Haarbach könne auf beneidenswert ländlich gewachsene Strukturen zurückblicken – „das wiederspiegelt die Freude an der Gemeinschaft. Wir haben hier bei uns sieben Feuerwehren – das spricht doch für sich“, so Gerleigner stolz, der natürlich auch selbst Mitglied bei der Feuerwehr ist.
„In unseren Gemeinschaften zeigt sich die Qualität des ländlichen Raumes“, ist auch MdL Taubeneder überzeugt, der zu der kleinen Gemeinde eine enge Verbindung hat – so startete hier seine berufliche Laufbahn als Lehrer.
Auch wenn seine Amtszeit erst kurz läuft, der neue Bürgermeister von Haarbach, baut auch auf den Rückhalt und den guten Kontakt nach München – „und der ist dir versichert“, will Taubeneder abschließend betonen und wünscht Franz Gerleigner für die Zukunft eine gute Hand und viel Erfolg.