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24.04.2020 | Stefanie Starke | Bad Füssing.

„Existenzen sind gefährdet“

MdL Taubeneder unterstützt Ruf nach Sonderregelung für Physiotherapeuten im Bäderdreieck

„Wir haben hier in den Kurorten im Bäderdreieck einfach nochmal eine Sondersituation“, will Stefan Speiser, Vorsitzender der Vereinigung Selbstständiger Physiotherapeuten in Bad Füssing, Bad Griesbach und Bad Birnbach, betonen.

Foto (privat): MdL Walter Taubeneder (Mitte) im Gespräch mit Stefan Speiser (l.), dem Vorsitzenden der Vereinigung Selbstständiger Physiotherapeuten in Bad Füssing, Bad Griesbach und Bad Birnbach und dessen Stellvertreter Ulrich Müller.
In einem Gespräch mit MdL Walter Taubeneder macht er die Anliegen seitens der selbständigen Physiotherapiepraxen in den drei Kurorten schnell deutlich: „Deutschlandweit gibt es keine vergleichbare Situation. Denn allein in den drei Kurorten sind über 120 Physiotherapiepraxen ansässig, davon allein in Bad Füssing fast 100“, so Speiser. Da all diese Praxen ausschließlich Leistungen im Bereich des Kurwesens erbringen, nach der Stilllegungsverordnung der Thermen und der Schließung der Hotels von heute auf morgen jedoch keine Patienten mehr vor Ort waren, haben die Praxen dramatische Einbrüche erlebt. „Im Verhältnis zu unseren Kollegen in den Städten oder Gemeinden, die zwar auch Einbrüche hinnehmen müssen, mussten wir auf NULL zurück fahren“, erklärt der Physiotherapeut.
Auch wenn das Soforthilfeprogramm von Bund und Land von hohem Wert sei, ebenso die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Aussicht gestellten 40% der Kassen-Abrechnung aus dem letzten Quartal 2019 – würden viele der Praxen diese Krise nicht überstehen, sofern nicht weitere Hilfeleistungen geschaffen werden, ist der Vorsitzende überzeugt. Denn auch hier müsse man die Sonderposition der Therapiepraxen im Bäderdreieck bedenken: „Wir sind Saisonbetriebe. Ende Oktober ist die Saison in der Regel vorbei. Eine Unterstützung mit 40 Prozent aus dem letzten Quartal 2019 ist für uns also nicht ausreichend“, beklagt Speiser weiter und bittet den Abgeordneten um weitreichendere Unterstützungsmaßnahmen durch den Freistaat Bayern. „Es geht um unsere Existenzen, unsere Familien, unsere Angestellten mit ihren Familien und nicht zuletzt um die Zukunft der Kurorte.“

Der Hilferuf ist bei MdL Taubeneder angekommen: „Es steht außer Frage, dass unser Bäderdreieck im Bereich Prävention, Kurwesen und klassischer Therapie ein systemrelevanter Anbieter ist und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region“, macht er seine Unterstützung deutlich.